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Zivilschützer müssen bereits erfasste Kulturgüter überprüfen

Die Gruppe Kulturgüterschutz - kurz KGS genannt - rückte vom 4. Mai 2015 für drei Tage mit 15 Mann zu dem Einsatz „Archivräumung“ in und um Olten ein. Da der Kanton Solothurn seit 2013 neue Erfassungsrichtlinien für Kulturgüter herausgegeben hat, mussten alle im Archiv der KGS bereits erfassten Kulturgüter auf Ihre Vollständigkeit und Konformität überprüft werden.

Eine Aufgabe, die wegen der Zahl der verschiedenen Kulturgüter nicht in diesen drei Tage vollständig abgeschlossen werden konnte. Das Archiv umfasst nämlich mehrere Tausend Kulturgüter.

Damit der Einsatz „Archivräumung“ ein voller Erfolg wird, bedarf es einer klaren Erfassungsstruktur der Güter. Jedes Kulturgut wird mit einem Foto erfasst. Auf diesem Foto ist jeweils ein Massstab, eine Farbpalette und eine individuelle Identifikationsnummer zu sehen. Jedes Kulturgut wird danach bezeichnet und mit einem Herstellungsdatum und Herstellungsort beschrieben sowie mit einer Priorisierung versehen. Wenn ein Kulturgut auf Grund seiner Einzigartigkeit oder aufwendigen Machart besonders schützenswert ist, so erhält es fünf von fünf Rangsternen. Ein solches Kulturgut ist in einem Brandfall prioritär zu sichern. Erst danach werden andere Kulturgüter gesichert.

Um verlässliche Informationen bei der Erfassung des Kulturgutes zu erhalten, bedarf einer minuziösen und gründlichen Recherche. Nicht etwa auf Google oder Wikipedia, sondern in Archiven und Bibliotheken. Auf Grund der im Mai herrschenden Hochwasserlage wurde beispielsweise ein Soldat während des Einsatzes Archivräumen beauftragt, Daten in einem Archiv in Basel zu sammeln, welche die Position der alten Oltner Holzbrücke über die Zeit dokumentiert. Damit sollte herausgefunden werden, ob sich die Holzbrücke durch den Druck des akuten Hochwassers verschoben hatte.

Weil die 15 Mannen wegen des Hochwassers für diverse Spontaneinsätze zur Verfügung stehen mussten (siehe Text oben), darf die Überprüfung und Kontrolle von rund einem Drittel des Archivs als ein Erfolg gewertet werden.


Kulturgüterschutz
Bild oben: Leutnant Mischa Blättler und die Soldaten Luis Geiser, Michael Steiner und Patrick Berger (v.l.n.r.)
Bild unten: So werden die Objekte auf dem Computer erfasst.

Datum der Neuigkeit 11. Mai 2015