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Kulturgüterschutz im Dienste nachfolgender Generationen

Zu den Aufgaben des Zivilschutzes gehört nicht nur der Schutz von Menschen, sondern auch der Schutz von schützenswerten Kulturgütern. In der Woche vom 3. bis 7. Juni 2013 standen in Kappel und in Olten insgesamt zwölf Angehörige der Regionalen Zivilschutzorganisation Olten (RSZO) im Einsatz und dokumentierten Kulturgüter.

Geleitet wird der Kulturgüterschutz der RZSO durch Oblt Dieter Ulrich. Er sorgt dafür, dass für die schützenswerte Kulturgüter in der Region Olten bestmögliche Schutzmassnahmen ergriffen werden, damit sie als historische Zeitzeugen nachfolgenden Generationen überliefert werden können.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Kulturgüterschutzes gehört die Inventarisierung der beweglichen Kulturgüter. Zwar muss sich die Schweiz nicht vor bewaffneten Konflikten fürchten, aber Naturkatastrophen, Brände, Wassereinbrüche, Diebstähle, Vandalenakte und Unkenntnis sind reale Gefahren, die den Kulturgütern drohen. Im Falle einer Beschädigung oder Zerstörung eines Kulturgegenstands dienen genaue Dokumentationen als Grundlage für erfolgreiche Restaurierungen oder Rekonstruktionen und im Ganzen für den Erhalt der Kulturgüter.

Hohe Anforderungen an Objektfotografie

In der römisch-katholischen Kirche St. Barbara konnten die Zivilschützer auf ein bereits vorhandenes und von alt Kirchgemeindeschreiber Leo Ledergerber erstelltes Inventar zurückgreifen. Zu den Aufgaben gehörte die Aktualisierung des Bildmaterials und die Ergänzung der Dokumentation mit noch nicht erfassten Gegenständen.

Inventarisiert wurden allerlei Gegenstände wie ein Baldachin, Figuren, Altare, Bilder und liturgische Geräte. Es kann auch mal sein, dass für schwer zugängliche Objekte Leitern verwendet werden müssen. Sakristanin Rita Baumgartner freute sich über die Unterstützung durch den Zivilschutz: „Die Gruppe ist sehr sympathisch und mit akribischer Millimeterarbeit voll bei der Sache.“

Besonders hohe Anforderungen werden jeweils an die Objektfotografie gestellt. Zu einer professionellen Aufnahme gehört eine gleichmässige, weiche und möglichst schatten- und spiegelungsarme Ausleuchtung der Kulturgegenstände. Je nach Grösse der Objekte müssen für ein optimales Bildresultat Lichtzelte oder Styroporplatten verwendet werden. Um die Gegenstände möglichst farbecht und massstabgetreu dokumentieren zu können, wird jeder Gegenstand zusammen mit einem Farbkeil und einem Massstab fotografiert. Und damit die Objekte eindeutig identifizierbar bleiben, wird jeder Gegenstand kurz beschrieben und mit einer Inventarnummer versehen.

Erfassung von 250 Objekten für das Historische Museum Olten

Eine eigentliche Schatzkammer der Geschichte findet sich im Depot des Historischen Museums in Olten. Hier werden zahlreiche historische Gegenstände aus der Geschichte der Stadt und nahen Region Olten bei guten klimatischen Bedingungen gelagert. In den letzten Jahren trieb Konservator Peter Kaiser die Inventarisierung der gesammelten Objekte voran. Die Unterstützung des Kulturgüterschutzes schätzt er sehr: „Die Zusammenarbeit ist gut. Die Teams des Zivilschutzes sind sehr leistungsfähig und arbeiten äusserst sorgfältig.“

Im Unterschied zu den Kulturgegenständen in der Kirche müssen die Objekte im Depot des Museums, die zum Teil aus Fabrikarealen stammen, oft zuerst gereinigt werden. Dann wird das Objekt nummeriert, fotografiert und wieder fachmännisch gelagert. Zum Schluss wird der Gegenstand elektronisch in der Museumsdatenbank erfasst. In einer Woche kann ein eingespieltes Team von Zivilschützern circa 250 neue Objekte erfassen.


Bilder des Kulturgüterschutzes bei der Arbeit
 

Datum der Neuigkeit 8. Juni 2013