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Zivilschützer können auch Leben retten

Die Kompetenzförderung stand im Zentrum der Wiederholungskurse 2017 für die Re-gionale Zivilschutzorganisation Olten (RZSO). 40 Zivilschützer aus dem Bereich Be-treuung lernten während ihres Wiederholungskurses beispielsweise, wie man einen Defibrillator einsetzt.

Mit dem Schwerpunkt auf praktische und realitätsnahe Übungen wurde am ersten Tag, mit kompetenter Unterstützung der Partnerorganisation Feuerwehr, der Basic Life Support (BLS) professionell geschult. Dazu gehören in erster Linie die Sicherung der lebenswichtigen Funktionen Atmung und Kreislauf respektive die Reanimation im Rahmen der Ersten Hilfe als lebensrettende Sofortmassnahmen in Notfallsituationen.

Eine frühlingshafte Woche beginnt; die Sonne strahlt, die Vögel zwitschern, ein wunderbarer Tag? Leider nicht für alle – in der Schweiz sterben täglich 20 bis 30 Menschen an einem Herzstillstand. In einem solchen Notfall zählt jede Sekunde. Gleich zu Beginn der Ausbildungswoche bereiteten sich die jungen motivierten Betreuer der RZSO im Rahmen des Wiederholungskurses (WK) für einen Ernstfall vor. Nach einem lehrreichen Theoriemodul, geleitet von der Feuerwehr Olten, folgten praktische Übungen auf dem Areal des Feuerwehrmagazins beim Werkhof Olten. Die rasche und korrekte Sicherung, Alarmierung und Erstbehandlung bei einem Arbeits- oder Verkehrsunfall, bei einem Kreislaufzusammenbruch oder einem Hirnschlag muss geübt sein. Von der Seitenlagerung bis hin zur Herzmassage mit Beatmung und Einsatz vom Defibrillator. Die Zivilschützer konnten mit Hilfe der praktischen Übungen viele wertvolle Erfahrungen gewinnen. Die erworbenen Kompetenzen können nicht nur im Dienst, sondern auch im Arbeitsalltag oder im privaten Umfeld von grossem Nutzen sein, wenn es darum geht Erste Hilfe zu leisten und damit Menschenleben zu retten.

Die Kommunikation unter den Kameraden und mit den zu betreuenden Personen spielt gerade in einem Ereignisfall eine sehr wichtige Rolle. Findet diese doch oft unter erschwerten Bedingungen statt. Mit einem spezifisch ausgerichteten Workshop zum Thema Kommunikationsregeln nach den Grundsätzen von Schulz von Thun wurden die Betreuersoldaten konkret geschult. Unter Berücksichtigung der Befehlskette wurden verschiedene Kommunikationsmodelle getestet. Für einen erfolgreichen Einsatz ist eine reibungslose Kommunikation mit den Partnerorganisationen entscheidend. Dazu wurde Harry Niggli, Chef Polizeiregion Ost der Kantonspolizei Solothurn, eingeladen ein Referat zu halten. Die Zivilschützer hatten vorgängig den Auftrag sich Gedanken zu machen, wie die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zukünftig gewährleistet werden kann.

Weitere Referate in den Bereichen Care-Team und das Betreuen einer Asylunterkunft fanden unter dem Aspekt der Betreuungsaufgaben einer renommierten Zivilschutzorganisation statt. Es zeigte sich, sollte es zu einem Auftrag in diesem Ausmass kommen, ist der Bereich Betreuung gut vorbereitet. Einzig konkrete Planungsarbeiten wären notwendig. Der Betreuungsauftrag ist im kantonalen Leistungsauftrag definiert und diente dem Kader mit Oberleutnant Niklaus Hagen, Leutnant Raffael Keller, Wachtmeister Joel Löpfe und Thomas Hauptmann Julmi als Planungsgrundlage für diesen WK.

Das Kader der Betreuung setzt sich stark für gut ausgebildete Einsatzkräfte ein und investiert deshalb in die Weiterbildung. Nach einer gemeinsamen Reflexion verfolgen die Führungskräfte neue Ansätze zur weiteren Optimierung des Bereichs. Darüber hinaus fördert das Kader den Zusammenhalt mit Teamevents ausserhalb der Diensttage. Der Bereich Betreuung der RZSO möchte sich in den nächsten Jahren als kompetenter Partner für regionale Ereignisse aller Art anbieten.


Zivilschützer bei Reanimationsübungen
Reanimationsübung mit dem Defibrillator unter Anleitung der Feuerwehr Olten

Datum der Pressemitteilung 5. Mai 2017